Wir entlasten den Kunden im Wickelprozess

Die Arbeitsweise der technischen Ingenieure von AFP: „Wir entlasten den Kunden im Wickelprozess“

Optimierung der Palettenstabilität, Auswahl der am besten geeigneten Stretchfolie, Sparmaßnahmen: viele Unternehmen reden zwar davon, aber die Umsetzung bleibt dann doch auf der Strecke. Die Ingenieure von AFP sorgen dafür, dass diese Pläne wirklich in die Tat umgesetzt werden. Wie sie das machen? „Das ist ein echter Nischenmarkt.“

Komplexität der Materie

Dominic Nielandt hätte sich früher auch nicht vorstellen können, einmal in einer so spezifischen Disziplin zu arbeiten. „Vor drei Jahren hatte ich vom Wickelprozess und der Komplexität der Materie auch noch wenig Ahnung“, lacht er. Inzwischen ist er seit zwei Jahren als Vertriebsingenieur bei AFP beschäftigt und hat sich zum Experten für dieses Gebiet entwickelt. „Ich habe einen technischen Hintergrund und habe mich hier in internen Schulungen weitergebildet.“

Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen beschäftigt AFP zwei Arten von Vertriebsmitarbeitern: Accountmanager und Vertriebsingenieure. Die Vertriebsingenieure haben die Aufgabe, den Accountmanagern technische Unterstützung zu bieten. „Wir kommen häufig mit den Kunden in Kontakt“, berichtet Dominic Nielandt, „denn wir untersuchen bei ihnen die aktuelle Situation: welche Wickelmaschinen sind vorhanden, welche Paletten werden verwendet, wie stabil sind sie und wie hoch ist der Folienverbrauch? Dann führen wir Messungen an der Folie durch, und zum Schluss kontrollieren wir, ob alle Daten korrekt sind.“

Immer wieder kommt es nämlich vor, dass bei Kunden beispielsweise das Nettogewicht auf dem Palettenetikett nicht mit dem tatsächlichen Gewicht übereinstimmt. AFP legt Wert darauf, diese Daten zu kontrollieren, ebenso wie das Eigengewicht der verwendeten Hülsen.

Eigenes technisches Wissen

Diese Bestandsaufnahme können die Ingenieure dank ihrer eigenen technischen Kenntnisse durchführen. Die Palettenstabilität wird aber auch mithilfe von Tests ermittelt. „Hierfür arbeiten wir mit einem unabhängigen Labor zusammen, das Beschleunigungstests durchführt“, erklärt Dominic Nielandt. So kann beispielsweise die Notbremsung eines Lkw simuliert werden. „Und selbst machen wir von einer Methode Gebrauch, mit der sich die Haltekraft einer Palette messen lässt, das heißt der Druck in Kilogramm, den die Folie auf die Ladung ausübt. Diese Methode wurde nach einer Norm der Standardisierungsorganisation ASTM entwickelt.“

Die wenigsten Kunden kennen ihre eigenen Maschinen gut, weiß Dominic Nielandt. „Die Wickelmaschinen und die Folie kommen erst am Ende der Produktionslinie zum Einsatz, und darum wird ihnen weniger Beachtung geschenkt.“ In den meisten Unternehmen wäre es auch einfach nicht möglich, sich bis ins Detail mit allen Maschinen vertraut zu machen. Technisch gesehen ist das oft kein Problem, aber wenn es um die Technik des Wickelprozesses geht, braucht man einfach Experten. „Damit kennen sich nur wenige aus“, erklärt Dominic Nielandt. „Das ist ein echter Nischenmarkt.“

Die perfekte Palettenwicklung – mit Einsparungen

Und genau bei diesem Aspekt des gesamten Verpackungsprozesses lassen sich bei richtiger Vorgehensweise erhebliche Einsparungen erzielen. Warum dann nicht jeder auf diese Weise arbeitet? „Weil es ziemlich arbeitsaufwändig ist“, erklärt Dominic Nielandt. „Wir prüfen den technischen Zustand der Wickelsysteme und die Eigenschaften der Folie. Dazu gehören bestimmte Einstellungen. Diese Daten kombinieren wir zu einem Rezept, mit dem sich die perfekte Palettenwicklung realisieren lässt.“

Und eine perfekt gewickelte Palette ist im Interesse aller Beteiligten. Schließlich schlägt die verbrauchte Folienmenge am Ende beim Verbraucher zu Buche; eine Einsparung ist also nicht nur aus Umweltschutzgründen sinnvoll, sondern macht sich beim Kunden auch finanziell bemerkbar. „Bei einem Kunden, den wir erstmals besuchen, können wir den Folienverbrauch um 20 bis 40 Prozent senken“, berichtet Dominic Nielandt. „Das ist die Standardsituation, die wir aus der Praxis kennen. Je nach Folienverbrauch kann das bei manchen Kunden auf Jahresbasis gut und gerne Hunderttausende von Euro ausmachen.“

Das erfordert natürlich den nötigen Einsatz. Bei Kunden, die erstmals von den Ingenieuren besucht werden, kann ein Quickscan durchgeführt werden. „Das ist eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation, auf deren Grundlage wir ein theoretisches Modell vorschlagen. Dadurch wird deutlich, welche Einsparungen wir realisieren können“, so Dominic Nielandt. „Einen ausführlichen Scan, der einen Schritt weiter geht, führen wir durch, wenn ein Kunde das Modell in der Praxis testen will. Dabei zeigen wir, dass das theoretische Modell auch tatsächlich realisierbar ist.“

Unser Mehrwert

Dominic Nielandts Arbeitsgebiet umfasst hauptsächlich Belgien, Luxemburg und Frankreich mit Abstechern nach Deutschland, Großbritannien und in die Niederlande. „Wir arbeiten fast ausschließlich vor Ort, reisen also die ganze Woche lang umher“, berichtet er. Und genau das macht den Mehrwert von AFP aus. „Unsere Arbeit besteht aus Beratung, wir entlasten den Kunden im Wickelprozess. Wir erteilen Empfehlungen und ändern gegebenenfalls Einstellungen. Wir sorgen dafür, dass die Paletten bei möglichst geringem Folienverbrauch stabil und die Kosten je gewickelter Palette möglichst niedrig sind. Durch regelmäßige Kontrollen stellen wir sicher, dass die Ergebnisse auch auf Dauer erhalten bleiben.“

Dass außer AFP kein weiterer Folienhersteller in Europa auf diese Weise arbeitet, beweist die Einzigartigkeit dieses Konzepts. „Die meisten Hersteller haben ein Vertriebsteam, das sich nicht spezifisch mit der Folie beschäftigt. Aber um echte Optimierungen zu erreichen und die Zahl der wegen Palettenproblemen zurückkehrenden Lkw auf null zu senken, braucht es mehr, als der durchschnittliche Folienlieferant zu bieten hat“, berichtet Dominic Nielandt. „Letztendlich sind wir dann doch die preisgünstigste Alternative.“

Auch das kann AFP mit diesem Konzept also bieten. Dominic Nielandt weist insbesondere auf vier Punkte hin:
– Keine Stillstandszeiten; die Produktion muss also nicht wegen Problemen an der Wickelmaschine oder mit der Folie unterbrochen werden;
– Eine minimale Zahl von Transportbeschwerden und keine Ladungen oder Lkw, die wegen Palettenproblemen zurückkehren;
– Optimale Palettenstabilität und Unterstützung im technischen Bereich;
– Niedrigster Folienverbrauch je Palette.

Dankbare Aufgabe

„Eine sehr dankbare Aufgabe“, stellt Dominic Nielandt fest. „Wenn wir einen potenziellen Kunden besuchen, der mit Transportproblemen kämpft, und wir diese Probleme in nur zwei bis drei Monaten vollständig beseitigen können, wobei dann auch noch der Folienverbrauch um 30 Prozent gesenkt wurde – mit entsprechender Kosteneinsparung –, ist der Kunde sehr zufrieden. Denn für ihn ist es in mehreren Hinsichten ein Gewinn. Unser Ziel ist es, dass die Sorgen des Kunden Vergangenheit sind, wenn wir ihn wieder verlassen.“

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